AERZTE Steiermark | März 2018

ÆRZTE Steiermark  || 03|2018 25 STUDIE Berufsgruppen entsprechen diese Zahlen keineswegs: 2016 waren in den österreichischen Krankenanstalten knapp 75.000 Menschen in der Pfle- ge beschäftigt, hingegen nur 24.659 Ärztinnen und Ärzte – repräsentativ wäre also ein Verhältnis von 3:1. Sehr deutliche Unterschiede sind nach dem Bundesland, in dem die Befragten arbeiten, zu verzeichnen: War 2014 das Vertrauen ins eigene Haus quer durch alle Berufsgrup- Zusatzfrage Primärversorgung Begleitet wird der Krankenhaus-Vertrauensindex durch variierende Zusatzfragen. War in den ersten beiden Befra- gungen noch das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz von Interesse, widmeten sich die letzten beiden unter anderem den Primärversorgungszentren. Auf die Frage „Werden die Krankenhaus-Ambulanzen durch die neuen Primärversorgungszentren tatsächlich ent- lastet?“ antwortet nur eine Minderheit mit „ja“, allerdings zeigt sich hier zwischen den beiden Jahren 2016 und 2017 eine positive Tendenz: Vor zwei Jahren standen 14 Prozent Befürworter 61 Prozent Skeptikern gegenüber, im Vorjahr waren es schon 27,3 Prozent zustimmende und nur mehr 49,2 Prozent ablehnende Antworten. In der Steiermark lag die Zustimmung leicht über dem Österreich-Schnitt. Bei der Frage nach der Entlastung der Kliniken durch Primärversorgungszentren lohnt es sich, die Auswertung nach Berufsgruppen genauer zu analysieren: Der Zuwachs an Zustimmung ist größtenteils auf die „sonstigen“ Berufe zurückzuführen (von 13 auf 38 Prozent). Auch bei der Pflege hat sich die Zustimmung verdoppelt (von 16 auf 32 Prozent). Völlig konträr dazu entwickelte sich die Einschätzung der Ärztinnen und Ärzte: Bei ihnen sind die positiven Erwar- tungen von 12 auf 7 Prozent gesunken – bei gleich blei- bendem Prozentsatz (18) an Unentschlossenen. Ein heißes Eisen berührt der Vertrauensindex von 2017 mit der Frage „Haben Sie in den letzten 6 Monaten Maßnahmen gesetzt, die Ihrer Einschätzung nach zwar nicht so wirk- sam, dafür aber billiger waren?“. Immerhin ein Viertel der Befragten bejahte dies; am häufigsten das Pflegepersonal (31 Prozent), gefolgt von den sonstigen Berufsgruppen (26). Am wenigsten gaben die Ärztinnen und Ärzte an, sich dem Spardruck zu beugen: Lediglich 16 Prozent (aber somit immerhin fast jeder sechste) nahmen aus wirtschaftlichen Gründen Qualitätseinbußen in Kauf. Stellenausschreibung Die „Interdisziplinäre Kontakt- und Anlaufstelle I.K.A.“ in Graz sucht ab April/Mai 2018 eine/n Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin (20 bis 25 WStd.) Aus teamparitätischen Gründen werden männliche Bewerber bevorzugt! Schwerpunkte der IKA • Substitution: Indikation, Einstellungsbegleitung, Rezeptur und Therapieführung • Allgemeinmedizinische & Suchtmedizinische Grundversorgung • Pflegerische Betreuung & Gesundheitsvorsorge • Klinisch-psychologische Diagnostik & Behandlung • Sozialarbeiterische Beratung & Begleitbetreuung • Drehscheibenfunktion durch Case- und Care-Management Fachliche und persönliche Anforderungen • Jus Practicandi und Substitutionsdiplom bzw. die Bereitschaft dieses Diplom zu machen • Interesse an der Mitarbeit in einem interdisziplinären Team bestehend aus ÄrztInnen, Pflegepersonal, PsychologInnen und SozialarbeiterInnen • Interesse an der Arbeit mit suchtkranken Menschen • Erwünscht: Berufserfahrung in der Arbeit mit suchtkranken Menschen Wir bieten • Anstellung: ehestmöglich ab April/Mai 2018, 20 bis 25 Wochenstunden • Externe Supervision, Fortbildung & gutes Betriebsklima in einem multiprofessionellen Team • Geregelte Arbeitszeiten, keine Journal- und Nacht- dienste • Mindesteinstufung EUR 3.768,80 brutto/Monat (Basis 38 Wst. lt. SWÖ-KV; entspricht Schema SI/3, Stufe 1) – zzgl. anzurechnender Vordienstzeiten und Zulagen Bei Interesse senden Sie bitte die Bewerbungen an: max.foissner@ika.or.at I.K.A. Interdisziplinäre Kontakt- und Anlaufstelle Medizinische und psychosoziale Suchtkrankenversorgung

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