Leistungsbericht Ärztekammer Steiermark 2018
13 Österreicher haben das Don’t-smoke- Volksbegehren letztlich unterschrie- ben, das sind 13,82 % der Wahlberech- tigten und das ist beste Ergebnis eines Volksbegehrens seit 2002. Die willkür- lich festgelegte Hürde von 900.000 Un- terschriften, die automatisch zu einer Volksabstimmung geführt hätten, ist damit nur knapp verfehlt worden. Der steirische Ärztekammerpräsident Herwig Lindner kritisierte die Unlogik der zuständigen Politiker: „Es wird be- hauptet, das Gesundheitswesen sei un- finanzierbar und die Kosten für Che- motherapien und Krebsmedikamente steigen. Jetzt treten wir für eine Maß- nahme ein, mit der Krankheitsfälle zu- rückgehen – aber die Regierung macht das nicht, obwohl wir so diese Kosten senken könnten? Volkswirtschaftlich extrem unklug!“ Der Stellenwert von „Don’t Smoke“ spiegelt sich auch im Sprachgebrauch der Bevölkerung wi- der. Bei der von der Uni Graz durchge- führten Umfrage zum Wort des Jahres fielen 1.810 von 10.463 Stimmen auf das Wort „Nichtrauchervolksbegeh- ren“. Das ist der stolze 2. Platz, gleich hinter „Schweigekanzler“. Lehrpraxis endlich finanziert „Die Finanzierung der Lehrpraxen für die Jahre 2018 bis 2020 ist nun sicherge- stellt. Der Gesamtaufwand für die drei Jahre beträgt rund € 24,8 Millionen“, verlautbarte Gesundheitsministerin Hartinger-Klein im Februar über den Erfolg, an ihrer Seite Hauptverbands- vorsitzender Alexander Biach, und seitens der Ärztekammer Präsident Thomas Szekeres sowie Vizepräsident Johannes Steinhart als Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte. Diese grundsätzlich sehr positive Ei- nigung hat nur eine Schwäche: Wie genau die Träger eingebunden werden, wie die Förderungen abgewickelt und die Arbeitsverhältnisse geregelt sein sollen, wurde darin nicht erklärt. „Im Interesse aller unmittelbar Beteiligten übernimmt es jetzt die Österreichische Ärztekammer, dafür eine rechtlich und wirtschaftlich funktionierende Lösung vorzuschlagen. Es geht um Si- cherheit, um Verlässlichkeit, aber auch um möglichst wenig administrativen Aufwand“, monierte der steirische Ärztekammer-Vizepräsident und Kuri- enobmann der angestellten Ärzte, Eiko Meister. Es gebe neun Bundesländer mit unterschiedlichen Vorstellungen, Spitalsträger im Eigentum der Länder und dazu landesunabhängige Träger. „Es wird jetzt also der gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten bedür- fen, damit die verkündete Einigung eine tatsächlich funktionierende wird“, so Meister zur Finanzierungslösung „Es wird jetzt also der gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten bedürfen, damit die verkündete Einigung eine tatsächlich funktionierende wird.“ Ärztekammer- Vizepräsident und Obmann der Kurie Angestellte Ärzte Eiko Meister über die Finanzierung der Lehrpraxen.
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy NDYwNjU=