Leistungsbericht Ärztekammer Steiermark 2018
„Lehrpraxis alt“ bedeutet die „Lehr- praxis neu“ einen höheren Aufwand im Management: Statt einem einzigen Fördergeber – dem Bund – gibt es nun in der verpflichtenden Lehrpraxis drei Fördergeber: Der Bund übernimmt (gedeckelt mit 4 Mio. Euro bis 2020) 25 Prozent, Sozialversicherungen und Länder übernehmen je 32,5 Prozent. Für die Lehrpraxisinhaberinnen und -inhaber bleiben 10 Prozent, rund 450 Euro pro Lehrpraxismonat inkl. Lohn- nebenkosten. Für den Obmann der Angestellten Ärztinnen und Ärzte, Eiko Meister, war das Einspringen der Ärztekam- mer „ein wichtiges Zeichen dafür, dass wir die zukünftigen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte für Allgemein- medizin respektieren und unterstüt- zen, genauso wie die niedergelassenen Allgemeinmedizinerinnen und Allge- meinmediziner, die sich vorbildlich in der Ausbildung ihrer jungen Kol- leginnen und Kollegen engagieren“. Turnusärzte-Obmann Karlheinz Korn- häusl pflichtete bei: „Das Tauziehen hat damit ein Ende, es gibt grünes Licht für die Lehrpraxis.“ Versorgung Standort Liezen ante portas Nach dem Regionalen Strukturplan im Jahr 2017 stand fest: Ein neues Kran- kenhaus soll die drei bestehenden in Rottenmann, Bad Aussee und Schlad- ming ersetzen. Mitte Mai 2018 präsen- tierten Landesrat Drexler und Landes- rätin Lackner auf Schloss Trautenfels den in Aussicht genommenen neuen Standort – eine (noch) grüne Wiese – in der Gemeinde Stainach-Pürgg. „Vorerst ist von Landesseite definiert, dass das neue Leitspital von Diakonie- werk und KAGes gemeinsam betrieben werden soll. Gemeinsames Verständ- nis ist eine faire, partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Die konkrete Ausformung dieser Koope- ration wird aber erst in den kommen- den Monaten in Detailverhandlungen geklärt und wird insbesondere von der Klärung der Finanzierungsfrage abhängen“, lautete der Status quo bei „Projektstart“. Im Interview mit AERZTE Steiermark nahm Günter Dörflinger, seit 2017 19 2 4 1
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