Leistungsbericht Ärztekammer Steiermark 2018
Um solche Situationen zu entschärfen und möglichst reibungslose Abläufe zu fördern, ließ der Gesundheitsfonds Steiermark ein simples und doch kompaktes Regelwerk erstellen, das gibt Bescheid gibt, welches Verhalten in diesen Kontexten erwartet bzw. verneint wird. Motto: „Helfen Sie uns, Ihnen zu helfen.“ Die klaren Pikto- gramme und kurzen wörtlichen Hin- weise informieren über das richtige Verhalten bei der Vorbereitung zum Spitalsbesuch, die Kommunikation, die Reihenfolge, in der die Patienten aufgerufen werden, und Rücksichten, die zu nehmen sind. Verfasst ist das Regelwerk in Deutsch und Englisch so- wie in 22 weiteren Sprachen. Auch ein Wartezimmervideo gibt es. Neben der Möglichkeit, diese Patienten Informa- tion als übersichtliche Print-Karten an den Hot Spots aufzuhängen, kann man sie unter patienteninfo.at downloaden. Qualität Erfreuliche Ausbildungsevaluierung Die Evaluierung der Ausbildungsord- nung, durchgeführt vom Ärztlichen Qualitätszentrum in Linz im Auf- trag der Bundeskurie Angestellte Ärz- tinnen und Ärzte, brachte 2018 eine markante Verbesserung der Noten und der Beteiligung. Mit 5.777 Rückmel- dungen ist sie um 43 % gestiegen. Die durchschnittliche Zufriedenheit mit der Fachausbildung stieg nach Schulnoten von 2,54 im Jahr 2016 auf 2,32 im Jahr 2018, womit sie auch in der Steiermark bewertet wurde. Stabil geblieben sind die Bewertungen nach der alten und der neuen Ausbildungs- ordnung und für die fachärztliche Ausbildung, wo die Steiermark genau den Österreich-Schnitt erreicht. Dage- gen hat sich die Zufriedenheit mit der neuen Ausbildungsordnung 2015 ge- genüber der AAO 2006 signifikant ge- bessert – von 2,34 auf 2,21. Auch beim Ausbildungsfach gab es Differenzen: 1,33 für die Pathologie, 3,40 für die Kin- der- und Jugendchirurgie. Laut Studie sind die wichtigsten Fak- toren die Umsetzung eines guten Ausbil- dungskonzeptes sowie das Bemühen der Ausbildungsverantwortlichen und die Unterstützung der Stammmannschaft. Karlheinz Kornhäusl, 1. Obmann-Stell- vertreter der Kurie Angestellte Ärzte, appellierte an die Krankenhausträger, „eine gute Ausbildung als eigene Ver- pflichtung wahrzunehmen“. Für Eiko Meister, steirischer Kurienobmann der Angestellten Ärztinnen und Ärzte und Vorsitzender des ÖÄK-Bildungsaus- schusses, sind die wichtigsten Faktoren „für eine gute Ausbildung Zeit, Zeit und nochmals Zeit“. 36 „Krankenhausträger müssen eine gute Ausbildung als Verpflichtung wahrnehmen“, 1. Obmann-Stellvertreter Karlheinz Kornhäusl
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