Leistungsbericht Ärztekammer Steiermark 2018
46 und Fachgruppenobmann Hans Jür- gen Dornbusch, wollten eine angemes- sene Pauschale von 100 Euro brutto pro Dienststunde ohne zusätzliche Weggebühren für Visiten. Die Verrech- nung von Einzelleistungen lehnten sie wegen zu stark schwankender Fre- quenzen ab. „Ohne vernünftige Pau- schale werden sich die Ärztinnen und Ärzte für den KiMoNo-Dienst nicht finden lassen“, so Meindl. I.K.A.: Neuer Vertrag mit der GKK Für die I.K.A. – die Interdisziplinäre Kontakt- und Anlaufstelle für Opia- tabhängige in Graz – brachte imHerbst 2018 ein definitiver Vertrag mit der GKK ein Ende der leidigen Finanzie- rungsprovisorien. Für Michael Adomeit, seit April Ob- mann der Wissenschaftlichen Vor- sorgemedizin, setzte der Vertrag „ein wichtiges Signal der Wertschätzung für die anspruchsvolle ärztliche Be- handlung dieser Patientengruppe“. Dazu stieg die Pauschale für die Be- handlung eines Patienten um sub- stantielle 10 % von 118 auf 130,50 €. Neben weiteren Maßnahmen, die der Anpassung auf einen regulären ärzt- lichen Kassenvertrag galten, wurde die Feststellung und Meldung der Ar- beitsunfähigkeit direkt in der I. K. A. ermöglicht – auch dies als Entlastung der niedergelassenen ÄrztInnen, die Substitutions-PatientInnen betreuen. Gesundheitszentren: Engagierte Menschen brauchen Vielfalt Drei Ärztinnen und Ärzte für Allge- meinmedizin gründeten direkt ge- genüber dem LKH-Univ.-Klinikum „Medius“, ein Zentrum für Gesundheit. Sie übernahmen dafür drei Kassenver- träge in die Gruppenpraxis. St v. Kur ienobmann Chr i s toph Schweighofer würdigte bei der Eröff- nung in einem Statement namens der Ärztekammer Steiermark den Mut von Ines Muchitsch, Stefan Korsatko und Elisabeth Strobl-Gobiet, neue Wege zu wagen. Nicht das erste Gesundheits- zentrum in Graz würden sie eröffnen, sondern die erste Gruppenpraxis mit Primärversorgungsvertrag. Während ein Primärversorgungszentrum für Planer und Politiker bloß ein Punkt auf der Landkarte sei, stecke ganz viel Hirn und Herzblut seitens der Ärz- tinnen und Ärzte dahinter: „Das ge- samte unternehmerische Risiko liegt bei ihnen, trotz öffentlicher Förde- rungen“, so Schweighofer. Falsch seien Behauptungen, wonach die Ärztekam- mer gegen Zentren sei. „Richtig ist, dass wir wollen, dass die Leistung und das Engagement [der Gründerinnen und Gründer] respektiert werden. „Der I.K.A.-Vertrag mit der GKK ist ein wichtiges Signal der Wertschätzung für die anspruchsvolle ärztliche Behandlung dieser Patientengruppe“, WAVM-Obmann Michael Adomeit.
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy NDYwNjU=