Leistungsbericht Ärztekammer Steiermark 2018

Grundsätzliches zum Wohlfahrtsfonds Neben der Altersversorgung admi- nistriert der Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer Steiermark (WFF) auch die Krankenbeihilfe, das Wochengeld und die Leistungen für Angehörige und Hinterbliebene. Er trifft seine Entscheidungen nach optimaler Auf- bereitung durch fachlich ausgebildete MitarbeiterInnen und den Rat exter- ner ExpertInnen, die im Bedarfsfall hinzugezogen werden – etwa eine Versicherungsmathematikerin, ein Professor der juridischen Fakultät der Universität Graz, der bereits als Vorsitzender im Beschwerdeausschuss der ÄK Steiermark tätig war – und er beschäftigt einen eigenen Risikoma- nager für die Veranlagungen. Der WFF ist rechtlich zu einer risikoarmen Ver- anlagung angehalten, erwirtschaftet aber – Jahrzehnte vor Augen – dennoch gute Ergebnisse, da Gelder junger Kolleginnen und Kollegen veranlagt werden, die darauf vertrauen, in vielen Jahren einen Teil ihrer Altersversor- gung aus dem WFF zu beziehen. Die Veranlagungsrichtlinie des WFF ist in der Satzung verankert und regelt, in welche Asset-Klassen mit welchen Wert- grenzen investiert werden kann. Die strategische Asset Allokation wird unter Hinzuziehung von Expertinnen und Experten im Verwaltungsausschuss und danach in der erweiterten Vollversamm- lung beschlossen. Ferner beschäftigt sich der Verwaltungsausschuss mit der taktischenAllokation, die kurzfristig von der langfristigen abweichen kann. Der WFF kann negative Zyklen besser durch- stehen, da die langfristige Absicherung des Versorgungswerkes im Vordergrund steht. Um allen Ansprüchen Genüge zu tun, wird die Gebarung des WFF laufend überprüft. Dabei werden unterschied- liche Szenarien berücksichtigt, um mög- liche Entwicklungen abzuschätzen und rechtzeitig darauf reagieren zu können. Der WFF überprüft aktuelle Entschei- dungen auf ihre langfristigen Auswir- kungen und betrachtet sie generationen- übergreifend. Informationsbereitstellung beim Ver- anlagen ist ein dynamischer Prozess, der der ständigen Wartung und Aktualisierung bedarf. Daher nimmt der WFF Digitalisierung sehr ernst und arbeitet inten- siv daran. Gert Kollegger, der Vorsitzende des Verwaltungsaus- schusses: „Die Tätigkeit im Wohl­ fahrtsfonds ist unbestritten eine verantwortungsvolle Aufgabe. Gemeinsam mit den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbei- tern versuchen wir im Gremium aus 14 Ärztinnen und Ärzten stets die beste Entscheidung im Sinne aller – von der Turnusärz- tin bis zum Pensionisten – zu tref- fen. Dabei folgen wir dem Prinzip, alle Parteien zu hören, abzuwägen und dann zu entscheiden. Das ist harte Arbeit, aber es bringt Freu- de, wenn es gelingt.“ „Gemeinsam mit den zuständigen Mitarbeiter­ Innen versuchen wir im Gremium aus 14 Ärzt­ Innen stets die beste Ent- scheidung im Sinne aller – von der Turnusärztin bis zum Pensionisten – zu treffen. Dabei folgen wir dem Prinzip, alle Parteien zu hören, abzuwägen und dann zu entscheiden“, Verwaltungsausschussvor- sitzender Gert Kollegger über die Gepflogenheiten im Wohlfahrtsfonds. 50

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