Graz, 05. Juni 2026

 

Gesundheitsbildung beginnt in der Kinderkrippe – bunt, humorvoll und medizinisch fundiert

Kinderbuch zu den vier Wohlfühl-Wundern sorgt in den Grazer Kinderkrippen und Kindergärten für Sensibilisierung zu Gesundheitsthemen.

Gesundheitskompetenz entsteht nicht erst im Erwachsenenalter. Wer als Kind spielerisch an Themen wie Bewegung, Ernährung, Vorsorge, Körperbewusstsein und den verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Gesundheit herangeführt wird, profitiert ein Leben lang.

„Gesundheitsbildung muss im Kindergarten beginnen – mit medizinischer Expertise im Hintergrund und einem Känguru als Vermittler haben wir das in eine kindgerechte Geschichte verpackt", erklärt Michael Sacherer, Präsident der Ärztekammer für Steiermark.

Auch Stadtrat Kurt Hohensinner stößt in dieselbe Richtung: „Kinder, die früh Freude an Bewegung entwickeln, stärken nicht nur ihre körperliche Gesundheit, sondern auch ihr Selbstvertrauen. Dieses Kinderbuch zeigt, wie wichtig ein aktiver Alltag ist – und dass Investitionen in die Bildung unserer Kinder die nachhaltigste Form der Gesundheits- und Sozialpolitik sind".

Das von der Ärztekammer Steiermark in Zusammenarbeit mit der Stadt Graz entwickelte Kinderbuch setzt hier an: Es soll Kinder altersgerecht für Gesundheitsthemen sensibilisieren und Eltern zur Auseinandersetzung anregen. 20.000 Stück werden heuer in Grazer Kindergärten verteilt und auch die steirischen Fachärzt:innen für Kinder- und Jugendheilkunde geben „Uns allen geht es supergut“ bei Vorsorgeuntersuchungen und Beratungen in ihren Ordinationen aus.

Den Präventions-Aspekt unterstreicht auch Allgemeinmedizinerin Neshat Quitt: „Zu unseren Aufgaben als Ärztinnen und Ärzte gehört es, gesundheitsrelevante Themen aktiv anzusprechen, verständlich zu vermitteln und Eltern zu unterstützen, gesunde Gewohnheiten früh im Familienalltag zu verankern. Unser Kinderbuch mit den Wohlfühl-Wundern ist ein weiterer Beitrag dazu.“
Entstanden ist das Konzept mit einem Team aus Ärztinnen und Ärzten und in Zusammenarbeit mit Ines Pamperl, der Leiterin des Ärztlichen Dienstes im Amt für Jugend und Familie, und Andrea Csaszar, Pädagogische Leiterin der Abteilung für Bildung und Integration der Stadt Graz.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von Univ-Prof. Sandra Holasek: „Beim Anschauen eines Buchs und beim Vorlesen können Kinder gut ,runterkommen‘. Dieses Verhalten kann man trainieren, es ist ein wesentlicher Faktor für die Konzentrationsfähigkeit.“
 

Foto: Conny Leitgeb Short & Sweet
 
Foto 2 v.l.n.r.: Kurt Hohensinner, Sandra Holasek, Neshat Quitt, Ines Pamperl, Andrea Csaszar, Michael Sacherer
Foto 3  v.l.n.r.: Kurt Hohensinner, Neshat Quitt, Michael Sacherer